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Wrozlaw WM Jugend – Ein etwas anderer Bericht

Wrozlaw WM Jugend – Ein etwas anderer Bericht

Die untenstehende Texte sind von den TeilnehmerInnen der WM Youth in Wrozlaw geschrieben worden. 

„Bei einer WM dabei zu sein ist ein einmaliges Erlebnis. Ich war mit 8 SchützInnen aus dem Kaderteam auch dabei. Schon zu Beginn konnte man den Kampfgeist und die Anspannung  der anderen fühlen. Trotzdem waren alle sehr offen und herzlich. Ich konnte sofort Freundschaften mit den Athletinnen auf meiner Scheibe schließen. Von ihnen zu lernen und ihre Hingabe zum Bogensport zu  sehen war die ganze Woche lang ein Erlebnis für mich. Vergessen werde ich die besonderen Momente niemals. Die Anspannung, ungenügende Resultate und meine ganz eigenen Gefühle und Gedanken während dieser Woche. Die guten Schüsse , die Harmonie im Team , die Worte  in den abendlichen Nachbesprechungen. Ich habe viel gelernt. Über mich, über andere, über Leistung und Stand der Dinge.“


„Die Woche war für mich eine tolle Erfahrung. Ich habe sehr viel dazugelernt. Wo stehe ich, wohin will ich, was ist zu tun??  Mental, bogenspezifisch, trainerisch? Kann ich das schaffen? Möchte ich kämpfen?  Ja, ich will!  Ich will gute Schüsse spüren! Andere Nationen zu treffen, Schützen aus vielen Teilen der Welt zu begegnen, das war schon cool. Was auch richtig toll ist, ist unser Team und der gute Zusammenhalt. Jeden Tag haben wir gemeinsam etwas unternommen und jeder versteht sich mit jedem. Ich glaube, das ist nicht überall selbstverständlich. Das Hotel- einwandfrei, organisatorisch alles perfekt. Ganz großen Dank an den ÖBSV. An alle , die an unserer Beschickung mitgearbeitet haben. Sollte ich wieder die Möglichkeit haben, wäre ich gerne wieder dabei.“


„Diese Woche war eine ganz besondere für mich. Das war meine erste Weltmeisterschaft, an der ich teilnehmen durfte. Obwohl ich meine Leistungen nicht ganz abrufen konnte, war es eine tolle Erfahrung. So viele Nationen, so viele verschiedene Mentalitäten und Gesichter. Ich hatte Spaß mit meinen Mitbewerbern auf der Scheibe, konnte viele Freundschaften knüpfen und freue mich sehr auf die nächsten Turniere.“


„Im Nachhinein betrachtet, war die Jugend Weltmeisterschaft ein beeindruckendes Erlebnis. Es waren viele Athleten da, die das gleiche Ziel hatten wie ich selbst. Mich persönlich hat das motiviert mein Bestes zu geben. Kurz nachdem ich bei der Elimination ausgeschieden bin, war ich natürlich frustriert. Ich konnte es gar nicht glauben, dass mein WM Erlebnis schon vorbei ist. Das Ziel, das ich mir für diese WM gesteckt hatte, konnte ich nicht erreichen. Doch, bei näherer Betrachtung waren schon kleine Erfolge zu erkennen. Nun gilt es, diese Punkte, die gut gelaufen sind, zu festigen und zu verbessern- damit ich für das nächste Turnier besser vorbereitet bin. Abseits des Wettkampfes war es auch ein Erfolg. Das ganze Team (Athleten und Trainer) hat gut funktioniert und war ideal. Auch haben wir Kontakte mit Athleten anderer Nationen aufgebaut. Im Allgemeinen war die Jugend WM, trotz meiner persönlichen Unzufriedenheit, ein sehr schönes Erlebnis und hat uns allen Erfahrungen mitgegeben.“


 „Als wir beim Training das erste Mal am Wettkampffeld standen, blickte ich einmal nach vorne und einmal nach hinten um diese gewaltigen Eindrücke zu genießen. und NIE  mehr  zu vergessen. So viele Nationen mit ihren bewundernswerten Schützen zu sehen, und mittendrin zu sein, ist ein unglaublich überwältigendes Gefühl. Für mich persönlich war das eine tolle Erfahrung. Ich konnte mehr über meine Schüsse und mein Denken in so einer Situation lernen und hoffe, dass mir so einige Fehler das nächste Mal nicht mehr  passieren werden. Zu sehen, dass alle Schützen hart gearbeitet haben um so weit zu kommen, und auch die „perfekten“ Schützen Training brauchen ,und es auch nicht immer so läuft, wie sie es gerne hätten-  das zeigt:, jeder kann sehr weit kommen- aber- wir sind alle nur Menschen! Ein kurzer, aber einer der vermutlich schönsten und aufregendsten Momente war, als ich mit Casey Kaufhold die Ansteckpins getauscht habe  🙂 Diese Woche sind wir als Team zusammengewachsen , haben uns gegenseitig angefeuert und gemeinsam gekämpft. Wir waren füreinander da ,wenn jemand was brauchte, waren aber auch immer für einen Spaß zu haben. Die Motivation weiterhin hart zu trainieren und die nächsten Male bessere  Leistungen zu bringen ist bei allen groß und wir werden gemeinsam dorthin arbeiten- zeigen zu dürfen, was wir können!“


„Meine erste Teilnahme an der World Archery Championship war für mich eine große Erfahrung und Bestätigung. Unglaublich motivierend war es dabei mit großen Namen an der Schiesslinie zu stehen. Es zeigt, dass es auch mir möglich ist, Grenzen zu überwinden, neue Herausforderungen anzunehmen und Ziele groß zu denken. Im Teambewerb der Kadetten habe ich uns als kampfbereite, willensstarke Mannschaft empfunden. Zu unseren Erfolgen haben die persönliche Rundumbetreuung unserer Trainer und die tolle Organisation in Wrozlaw beigetragen. Wir bekamen immer eine gute Orientierung über die Abläufe vor Ort, wurden hilfsbereit , und in gut verständlichem Englisch ,unterstützt und die hohe Disziplin wurde von allen mitgetragen. Besonders beeindruckt hat mich neben  der sportlichen Konkurrenz aber auch die Verbundenheit aller Athleten untereinander. Ich hatte das Gefühl, alle begegnen sich hier auf Augenhöhe-  unabhängig von unserer Nationalität, unserem Alter oder unserem Können-  einfach offen, herzlich und auch mit viel Humor.   Unsere Leidenschaft zum Bogensport hat uns alle verbunden – wie eine große Familie.“


„Nach einem soliden Start in der 1. Hälfte der Qualifikation war ich etwas enttäuscht- nach der 2. Hälfte. Genauso unzufrieden war ich nach dem verlorenen Shoot off  in der 3. Runde. Trotz allem war es aber wieder einmal eine sehr tolle und erfahrungsreiche Woche aus der ich wieder sehr viel lernen konnte. In der Zeit in Polen konnte ich neue Kontakte knüpfe, bekannte Weggefährten wiedersehen. Ich freue mich schon auf das nächste Turnier, die nächste Beschickung, wo ich alle wieder sehe und hoffentlich noch besserer Leistungen abrufen kann.“


Wir als Trainer möchten dieses Mal nichts hinzufügen.  Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus  Wrozlaw werden bestimmt in unsere kommende Trainingsplanung einfließen, werden den individuellen Umgang mit den AthletInnen neu überdenken und regulierende Maßnahmen einleiten. Wir möchten aber noch erwähnen, wie sehr es uns alle gefreut hat, dass Noah viel Zeit mit uns verbracht hat. Er hat uns begleitet, mitgefiebert, motiviert und – mit seiner ruhigen Art- eine gewisse „Auszeit“ verschafft. Seine Mutter hat uns verwöhnt- Anna ganz lieben Dank für die Betreuung. Und  noch etwas: es ist ganz ungewohnt, wenn man jemand wirklich  gut Vertrauten aus der Heimat am Wettkampffeld trifft und man muss dann in englischer Sprache kommunizieren.

Lieber Bettina- vielen Dank, dass du immer wieder vorbeigeschaut hast, nachgefragt hast, ob auch wohl alles in Ordnung sei, ob wir vielleicht etwas brauchen und ob es uns gut geht.

Ganz zum Schluss noch ein  „großes Dankeschön“ an alle Im ÖBSV Büro –  für die Organisation im Hintergrund, an den gesamten Vorstand –  für die Möglichkeit der Teilnahme, an die Verantwortlichen in den Heimatvereinen – für die fortlaufende Unterstützung, an euch Schützen- für den Willen zum Kämpfen und den Einsatz, an Wolfgang – für die mediale Aufbereitung, und ganz besonders an Frank für das „offene Herz“ und  die ermunternden Worte und der Aufbereitung in den „News“.

Alle Ergebnisse sind auf ianseo nachzulesen. 

Das Trainerteam in Wrozlaw, Christian und Magret

>>> Link zum ÖBSV <<<

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