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Meine erste eigene Bogenausrüstung

Meine erste eigene Bogenausrüstung

  1. Suche dir einen guten Fachhändler in deiner Region, wo du Bögen auch ausprobieren kannst, Testen ist extrem wichtig!
  2. Empfehlenswert sind TD-Bögen (TAKE-DOWN), die mit deiner wachsenden Kraft sowie mit deinem Können mitwachsen. Sie sind zerlegbar und die Wurfarme können relativ kostengünstig durch stärkere ersetzt werden.
  3. Augendominanz: Da wir über unsere Augen das Ziel erfassen, spielt die Augendominanz eine führende Rolle, aus diesem Grund ist es wichtig, das dominante Auge herauszufinden. Es ist zwar nicht zwingend notwendig, mit dem dominanten Auge zur fokussieren, du wirst dir aber leichter tun.
  4. Bogenlänge: Die optimale Bogenlänge hängt mit deiner persönlichen Auszugslänge der Sehne zusammen, also damit, wie weit du die Sehne zum Ankerpunkt ziehst, der sich im Gesicht in der Nähe des Ohres befindet. Dieser Punkt sollte dir, wenn du schon schießen gelernt hast, gut bekannt sein😊. Die Hersteller geben meist Empfehlungen zur Auszugslänge ihrer Bögen an.
  5. Pfeil: Kommen wir nun zum richtigen Pfeil. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Pfeile genauso oder sogar noch wichtiger sind als der Bogen, schlussendlich fliegt das Stöckchen bist zum Ziel😊!
  6. Gerade als Anfänger rate ich dir, den Pfeil möglichst lang zu lassen. 10-15 cm Überstand schaden nicht, ein Pfeil kann nie zu lange, aber schnell zu kurz werden (Verletzungsgefahr!).
  7. Dein Fachhändler sollte mit einer Zugwaage deine persönliche Auszugskraft messen und daraus eine Spine-Wert-Interpretation machen. Hier spielen auch noch das Bogenfenster und die Wahl des Sehnenmaterials eine wichtige Rolle. Ein sehr tief eingeschnittenes Bogenfenster verträgt steifere Pfeile, da sich der Pfeil weniger um das Bogenfenster herum biegen muss (Archer’s Paradox). Hingegen verträgt ein weniger tiefer Einschnitt, wie es bei den meisten Langbögen es der Fall ist, einen etwas weicheren Pfeil. Der Spine-Wert, der die Durchbiegungsfähigkeit des Pfeiles beschreibt, ist zwar sehr wichtig, aber nicht alleine für einen guten Pfeilflug verantwortlich. Sicher genau so wichtig ist das Gewicht des fertigen Pfeiles, der FOC (Front of Center), also der Schwerpunkt, da wo der Pfeil über die gesamte Länge dreht. Grob gesagt sollte der, im 3D-Bogensport, zwischen 6-12% vor dem geometrischen Mittel des Pfeiles liegen.
  8. Ich persönlich bevorzuge einen FOC von bis zu 17% in Abhängigkeit der Stärke des Bogens.
  9. Ok, raucht euer Kopf schon😊?
  10. So und jetzt noch ein paar Worte zur Schutzausrüstung: Ich empfehle gerne einen guten Lederhandschuh oder eine Fingertab sowie einen Leder-Unterarmschutz. Dieser soll unangenehme blaue Flecke am Unterarm durch Fehlhaltung verhindern. Bitte tragt die Schutzausrüstung immer! Ich sehe immer wieder bei mir am Parcours Schützen ohne Unterarmschutz schießen. Ja es stimmt, bei richtiger Körperhaltung ist das Streifen der Sehne am Unterarm so gut wie ausgeschlossen.  Ich möchte jedoch zu bedenken geben, dass ein Pfeil beim Abschuss auch mal brechen kann. Die kaputten Einzelteile des Pfeiles fliegen dann mitunter nur wenige Millimeter am Unterarm vorbei. Trifft dich so eine Teil, hast du es im Unterarm stecken, ich spreche aus eigener leidvoller Erfahrung.
  11. Köcher: Hier kannst du dich voll und ganz nach deinen Vorlieben austoben. Rückenköcher, Seitenköcher, Holster-Köcher bis hin zum Gesäßtaschenköcher: Es gibt eine sehr große Auswahl, lediglich beim Bogenköcher solltest du ein wenig aufpassen: Durch das zusätzliche Gewicht am Bogen wird das Schussverhalten beeinflusst.

Euer Thomas Müller

Thomes Müller ist… seit rund 15 Jahren aktiver 3D Bogenschützen und hat vor 3 1/2 Jahren seinen eigenen 3D Parcours „Bogensport Pottenbrunn“ gegründet. Nach wie vor liebt er den Sport, er liebt es aber auch andere zu begeistern, diese Begeisterung versucht er bei den zahlreichen Einschulungen und im Shop bei der Kundenberatung zu vermitteln.
www.bogensport-pottenbrunn.at