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Holzschäfte

Holzschäfte

Pfeilbau mit Holzschäften ist nicht unumstritten. Viele Langbogenschützen schiessen nur mit Holzpfeilen – andere hegen eher negative Gefühle dafür. Nichts desto trotz ist der Pfeilbau mit Holzschäften für viele eine Passion.

Lackiert, gebeizt oder geölt. Vielfältig sind die Möglichkeiten. Vielfältig sind auch die Gründe derer, die Holzpfeile (größten Teils aus Erfahrung) nicht mehr verwenden. Unumstritten ist, dass es echte Schmuckstücke sein können. 5 Zoll Federn in verschiedenen „Cuts“ und Farben, machen diese Pfeile zu „edler Munition“.

Die, beinahe, einhellige Meinung zu Holzarten scheint auch der Erfahrung geschuldet zu sein. Zeder vor Kiefer vor Fichte. Tanne und Esche sind eher Exoten.

Insbesondere in der Langbogenklasse ist es bei vielen Turnieren und Meisterschaften vorgeschrieben Holzpfeile zu schießen.

 

Güteklassen

Ungespined – nicht empfehlenswert.

Out of the Box – Hier empfiehlt es sich Waage uns Spinetester zu verwenden. Meist ist diese Wahl eine Gute, da viele Hersteller heute im 5# Bereich sortiert anbieten.

Gespined – Hier wird der Spinewert genauer ermittelt und der Schaft entspricht dem angegebenen Wert.

Gespined und gewogen – die beste aller Möglichkeiten. Schwierig zu bekommen und mit Abstand die teuerste Variante Holzschäfte zu beziehen.

 

So stimmte unsere Facebook Gruppe ab.

 

Man beachte vor allem die neue Holzart „Carbon“ – ja wir BogenschützInnen können schon äußerst realistisch sein 😉

 

Die Holzarten im Überblick

Zeder

Pfeile aus Zedernholz sind mit Abstand die beliebtesten. Etwas schwerer als Fichte sind sie auch wesentlich stabiler. Gute Flugeigenschaften und eine hohe Stabilität zeichnen dieses Material aus.

 

Kiefer

Einer der meist verkauften Schäfte in Europa. Leicht zu besorgen kann es in relativ guter Qualität in den heimischen Wäldern „ernten“. Gerne von Anfängern und auch Fortgeschrittenen verwendet. Schwerer als Tanne und leichter als Esche.

 

Fichte

Aufgrund der Tatsache, daß diese Holzart heimisch ist ein sehr beliebtes Pfeilholz. Fichtenschäfte sind die günstigsten aller Holzschäfte. Relativ weich, verbiegen sich diese Schäfte gerne, können aber auch händisch „zurückgebogen“ werden. Auch gerne verwendet wird die Sitka-Fichte. Sie wächst an der Westküste von Nordamerika (Alaska, Brit. Kolumbien, nördl. Kalifornien, Oregon, Washington).

 

Tanne

Genauer: die Hemlock – Tanne. Sie wächst im Westen der USA. Für einige BogenschützInnen ist sie DAS Holz für Pfeile Überhaut. Gute Flugeigenschaften. Das Gewicht ist im mittleren Bereich und die Pfeile verbiegen sich kaum. Tanne wird auch für einige klassischen Asiatische Bögen verwendet.

 

Esche

„Schwere Bögen“ sind bei Pfeilen aus Esche Voraussetzung. Pfeile aus Esche sind bei den schwersten Schäften anzusiedeln. Sie eignen sich ausserordentlich gut für Jagdpfeile. In den heimischen Wäldern angesiedelt, ist die Esche somit sehr gut verfügbar. Hohe Zuggewichte und sehr gute Wurfleistung der verwendeten Bögen ist bei Pfeilen aus der „schweren“ Esche ein Muß. Esche war auch der bevorzugte Pfeil der klassischen englischen Langbogenschützen.

 

Fazit

Ob man Holzpfeile mag oder nicht – auf jeden Fall machen sie unseren Sport „bunter“.