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Heulpfeil

Heulpfeil

Bei so genannten „singenden Pfeilen“ (Heulpfeile) hat die bauchige Pfeilspitze einen oder mehrere Kanäle oder Löcher.

Der Flugwind erzeugt pfeifende oder auch brummende Töne.

Manche sehr laut und weit hörbar.

Viele Varianten von Geräuschen sind möglich.

Vorrangig ist es eine Art Pfeifen. Es gibt aber auch brummende und „mehrstimmige“ Klänge.

 

Einsatz von Heulpfeilen

Krieg

Früher wurden Heulpfeile zum Beispiel als Signalgeber eingesetzt. Zur Koordination von Truppenverbänden und Ähnlichem. Zur Einschüchterung des Feindes oder dazu, Pferde zu erschrecken und in Panik zu versetzen. Auch wurden diese Pfeile zum Übermitteln von Nachrichten verwendet. Die Nachricht wurde an den Pfeil gebunden und zum Beispiel in Festungen oder Lager geschossen. Das Pfeifen des Pfeils signalisierte die neue Nachricht.

Jagd

Heulpfeile werden oft für die Jagd verwendet. Vögel kann man damit auf verschiedene Weise irritieren oder verwirren. Entweder sie landen oder sie fliegen in dichteren Schwärmen. In beiden Fällen erhöht sich die Trefferwahrscheinlichkeit für die daraufhin verwendeten Jagdpfeile.

Ritual

Das Geräusch eines verschossenen Pfeils soll Katastrophen verhindern, böse Geister vertreiben, die Atmosphäre reinigen und/oder Glück bringen. Deshalb schiesst man z.B. in Japan zur Geburt eines Kindes über das Geburtshaus bzw. bei Krankheit über das Haus der erkrankten Person. Bei den Samurai war es üblich, zu Beginn der Schlacht Heulpfeile hin und her zu schiessen, um dem eigenen Heer Glück zu bringen.