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Bogenklassen nach IFAA

Bogenklassen nach IFAA

(IV. ALLGEMEINE REGELN FÜR FELDBOFENTURNIERE – E. Schießstile)

IFAA

 

1. Barebow, Recurve und Compound (BB)

a. Bogen, Pfeile, Sehnen und Zubehör müssen frei sein von Visiereinrichtungen, Markierungen, Flecken oder Laminierungen, welche zum Zielen verwendet werden könnten. Sind solche Markierungen etc. im Bereich des Bogenfensters vorhanden, so ist die Rückseite des Bogenfensters in ihrer ganzen Länge mit Klebeband abzudecken.

b. Schriftliche Notizen, die der Schütze bei sich hat, sind zulässig (siehe dazu 
 S 70, 5e)

c. Eine verstellbare Pfeilauflage kann verwendet werden, um den Abstand zwischen Pfeil und Bogenfenster zu regulieren. Die Pfeilauflage darf nicht oberhalb des Pfeilschafts herausragen.
Anmerkung: Teile der Pfeilauflage, welche für deren richtiges Funktionieren als notwendig erachtet werden, dürfen oberhalb des Pfeils herausragen, insbesondere im Falle von sehr dünnen Pfeilen (geklebte Pfeilauflage, Button, Abstandhalter).

d. Der Gebrauch von Stabilisatoren ist erlaubt.

e. In die Rollen (cams) eines Compoundbogens integrierte Auszugsbegrenzer 
sind erlaubt.

f. Es ist nur ein (1) fester Nockpunkt an der Sehne erlaubt, welcher durch einen oder zwei Nockpunktringe markiert sein kann.

g. Keine mechanische Vorrichtung am Bogen ist erlaubt außer einer nicht verstellbaren Auszugkontrolle und/oder einer Nivelliereinrichtung (level), die beide nicht oberhalb des Pfeils herausragen dürfen.

h. Alle Pfeile müssen in Länge, Gewicht, Durchmesser, Befiederung und Nocken übereinstimmen, ungeachtet der Farbe und abnützungsbedingter Unterschiede.

i. Ein oder zwei Sehnen Stopper können verwendet werden, sofern sie außerhalb des Gesichtsfeldes liegen und nicht zum Zielen verwendet werden können.

 

2. Freestyle Unlimited (FU)

a. Erlaubt sind alle vom IFAA-Weltkongress anerkannten Arten von Bögen, Visieren und mechanischen Abschusshilfen.

 

3. Freestyle limited – Recurve & Compound (FS)

a. Erlaubt sind alle vom IFAA-Weltkongress anerkannten Arten von Bögen, Visieren, jedoch keine mechanischen Abschusshilfen.

 

4. Bowhunter – Recurve & Compound (BH)

a. Bogen, Pfeile, Sehne und Zubehör müssen frei sein von Markierungen, Flecken oder Laminierungen, welche zum Zielen verwendet werden könnten. Sind solche Markierungen etc. im Bereich des Bogenfensters vorhanden, so ist die Rückseite des Bogenfensters in ihrer ganzen Länge mit Klebeband abzudecken.

b. Schriftliche Notizen, die der Schütze bei sich hat, sind zulässig (siehe dazu S 70, 5e)

c. Eine Nivelliereinrichtung ist nicht erlaubt.

d. Es dürfen keine Vorrichtungen irgendwelcher Art, die zum Zielen verwendet werden könnten, an der Ausrüstung des Schützen angebracht sein. Optische Vorrichtungen, welche die Konsistenz des Ankerpunkts oder der Position des Auges relativ zum Bogen verbessern helfen, sind nicht erlaubt.

e. Eine verstellbare Pfeilauflage kann verwendet werden, um den Abstand zwischen Pfeil und Bogenfenster zu regulieren. Die Pfeilauflage darf nicht oberhalb des Pfeils herausragen.
Anmerkung: Teile der Pfeilauflage, welche für deren richtiges Funktionieren als notwendig erachtet werden, dürfen oberhalb des Pfeils herausragen, insbesondere im Falle von sehr dünnen Pfeilen (geklebte Pfeilauflage, Button, Abstandhalter etc.).

f. Eine Auszugskontrolle ist nicht erlaubt. Auszugbegrenzer, die in die Rollen (cams) eines Compoundbogens integriert sind, sind erlaubt.

g. Eine Kussperle ist nicht erlaubt.

h. Es ist nur ein (1) fester Nockpunkt an der Sehne erlaubt, welcher durch ein oder zwei Nockpunktringe markiert sein kann.

i. Nur ein (1) konstanter Ankerpunkt ist erlaubt.

j. Der Schütze muss mit dem Zeigefinger die Pfeilnocke berühren. Er darf die Fingerposition während des Wettbewerbs nicht verändern. Ausgenommen sind Fälle von körperlicher Behinderung, für die spezielle Ausnahmen gemacht werden.

k. Alle Pfeile müssen in Länge, Gewicht, Durchmesser, Befiederung und Nockenübereinstimmen, ungeachtet der Farbe und abnützungsbedingter Unterschiede.

l. Zugelassen sind Brush Buttons an der entsprechenden Stelle an der Recurvespitze sowie Sehnendämpfer mindestens 30,5 cm unter oder über dem Nockpunkt.

m. Zugelassen ist ein Bogenköcher, der am Bogen gegenüber dem Schussfenster so angebracht ist, dass kein Teil davon im Schussfenster zu sehen ist.

n. Erlaubt ist ferner ein gerader Stabilisator, der samt Kupplungsvorrichtung vom Bogenrücken aus gemessen nicht länger als 30.5 cm ist. Gegabelte Stabilisatoren und Gegengewichte sind nicht zugelassen. Der Gewindeaufsatz am Bogen zählt zur Länge des Stabilisators.

o. Das Bogenauszugsgewicht darf während einer Runde nicht verändert werden.

p. Ein oder zwei Sehnen Stopper können verwendet werden, sofern sie außerhalb des Gesichtsfeldes liegen und nicht zum Zielen verwendet werden können.
 Die Schiene des Sehnen Stoppers darf nur solche Teile aufweisen, die für die Funktion erforderlich sind, und keine Teile, die als Gegengewicht dienen können.

 

5. Bowhunter Unlimited (BU)

a. Erlaubt sind alle vom IFAA-Weltkongress anerkannten Arten von Bogen und mechanischen Abschusshilfen.

b. Zulässig ist ein Visier mit 4 oder 5 festen Bezugspunkten. Visier und Bezugspunkte dürfen während einer Runde nicht verstellt werden.

c. Nadelvisiere müssen vom Befestigungspunkt bis zum Visierpunkt geradlinig sein und im Visier eher horizontal als vertikal angebracht sein, mit nur einem möglichen Visierpunkt für jede Nadel oder jeden Bezugspunkt. Überdachte Nadeln (hooded pins) oder Visiere mit Linsen (scope sights) sind nicht erlaubt.Das Verwenden einer künstlichen Lichtquelle, die am Visier befestigt ist und die Pins beleuchtet, ist erlaubt.

d. Optische Vorrichtungen, welche die Konsistenz des Ankerpunkts oder der 
 Position des Auges relativ zum Bogen verbessern helfen, sind nicht 
 erlaubt.

e. Eine in den Schutzbügel des Nadelvisiers (pin/brush guard) eingebaute Nivelliervorrichtung ist zulässig und wird als Teil davon betrachtet bzgl. Abmessungen etc.

f. Jede Art von Pfeilauflage ist zulässig.

g. Nur ein (1) permanenter Nockpunkt ist auf der Sehne erlaubt. Der Nockpunkt darf mit einem oder zwei Nockpunktringen oder einer D-Schlinge markiert sein.

h. Jede Art von mechanischer Abschusshilfe ist erlaubt

i. Es ist entweder eine Kussperle (kisser button) oder eine Visierblende (peep sight) an der Sehne erlaubt, jedoch nicht beides. Eine Linse, die im Peepsight eingebaut ist, ist erlaubt.

j. Ein Schutzbügel ist bei Nadelvisieren erlaubt, wenn die oberste Visiernadel von der Unterkante des oberen Teils des Schutzbügels weiter entfernt ist als von der nächsten Visiernadel. Sinngemäß Gleiches gilt für die unterste Visiernadel und den Unterteil.

k. Alle Pfeile müssen in Länge, Gewicht, Durchmesser, Befiederung und 
 Nocken übereinstimmen, ungeachtet der Farbe und abnützungsbedingter Unterschiede.

l. Zugelassen sind Brush Buttons an der entsprechenden Stelle an der Recurvespitze, Sehnendämpfer nicht näher als 30,5 cm über oder unter dem Nockpunkt und ein Bogenköcher, der am Bogen gegenüber dem Schussfenster so angebracht ist, dass kein Teil davon im Schussfenster zu sehen ist.

m. Erlaubt ist ferner ein gerader Stabilisator, der samt Kupplungsvorrichtung vom Bogenrücken aus gemessen nicht länger als 30.5 cm ist. Gegabelte Stabilisatoren und Gegengewichte sind nicht zugelassen. Der Gewindeaufsatz am Bogen zählt zur Länge des Stabilisators.

n. Das Bogenauszugsgewicht darf während einer Runde nicht verändert werden.

o. Ein oder zwei Sehnen Stopper können verwendet werden. Die Schiene des Sehnen Stoppers darf nur solche Teile aufweisen, die für die Funktion erforderlich sind, und keine Teile, die als Gegengewicht dienen können.

 

6. Bowhunter Limited – (BL)

a. Es gelten dieselben Regeln wie in der Klasse Bowhunter Unlimited, jedoch ist eine Abschusshilfe nicht erlaubt.

 

7. Longbow – (LB)

a. Ein Bogen mit aus beliebigem Material, der entweder aus einem Stück oder aus zwei innerhalb des Griffs zerlegbar miteinander verbundenen Teilen besteht und welcher im aufgespannten Zustand eine gleichmäßige einseitig gekrümmte Kurve beschreibt, die wie folgt gemessen wird: Der aufgespannte Bogen wird senkrecht gehalten, so dass die Sehne eine Vertikale bildet. Der Winkel zwischen der Horizontale und der Tangente an einem Punkt des Wurf Arms muss mit wachsender Entfernung dieses Punktes vom Bogengriff stetig abnehmen (Anmerkung: kein Recurve). Im Zweifelsfall wird am Bogenrücken (Anmerkung: dem Schützen abgewandt) zwischen dem Ende der Verjüngung des Mittelstücks und dem Beginn der Endverstärkung (falls keine vorhanden ist, der Sehnenkerbe) eine Schnur gespannt; diese muss überall ohne Zwischenraum am Wurf arm aufliegen.

b. Endverstärkungen dürfen nicht dicker als 20 mm sein, gemessen von der Oberfläche des Wurfarmes, und nicht länger als 50 mm, gemessen von der Mitte der Sehnenkerbe in Richtung des Bogengriffs.

c. Der Bogen darf ein Bogenfenster und ein Pfeilbett (arrow shelf) haben. Die Seite des Fensters ist über die ganze Fensterlänge abgeschrägt (slanted) und, wo das Bogenfenster in den oberen Wurf arm übergeht, abgerundet. Der Fensterausschnitt darf nicht über die Bogenmitte hinausgehen.

d. Die Innenseite des Bogens, der Griff, das Bogenfenster und das Pfeilbett dürfen keine Markierungen und Flecken aufweisen, welche zum Zielen verwendet werden können. Sind solche Markierungen etc. im Bereich des Bogenfensters vorhanden, so ist die Rückseite des Bogenfensters in ihrer ganzen Länge mit Klebeband abzudecken.

e. Zusatzeinrichtungen zum Zwecke der Stabilisierung, Nivellierung, Verminderung der Zugstärke, des Zielens und der Auszugkontrolle sind nicht erlaubt.

f. Es ist nur ein (1) Nockpunkt an der Sehne erlaubt, welcher durch ein oder zwei Nockpunktringe markiert sein kann. Werden einrastende Nocken verwendet (z.B. Kugelnocken), ist nur ein (1) dazu passender Nockpunkt erlaubt.

g. Sehnengeräuschdämpfer im Mindestabstand von 30 cm vom Nockpunkt sind erlaubt

h. Die Pfeile müssen aus Holz sein, befiedert mit Naturfedern, und gleiche Befiederung und Spitzen aufweisen; die Farbe ist unerheblich. Sie dürfen keine Markierungen oder Flecken aufweisen, die als Zielhilfe dienen können und am Anfang eines Bewerbes nicht mehr als 25mm Längenunterschied aufweisen. Die Nocken können aus beliebigem Material bestehen; jedes Spitzengewicht ist möglich.

i. Es ist der mediterrane Abschuss vorgeschrieben (Anmerkung: Zeigefinger über der Nocke, Mittel- und Ringfinger darunter). In Fällen von körperlicher Behinderung werden spezielle Ausnahmen gemacht.

j. Sind die vorstehenden Bestimmungen nicht erfüllt, erfolgt die Einteilung in der Klasse Bowhunter Recurve oder einer anderen Klasse, deren Bestimmungen erfüllt sind.

 

8. Historischer Bogen (HB)

a. Die Anerkennung des klassischen (auch: historischen oder primitiven) Bogens erfolgt auf der Basis des Entwicklungsstandes vor 1900.

b. Eine Untergliederung nach Konstruktion oder Material findet nicht statt.

c. Es gibt nur die Schützenklasse „Erwachsene“ und keine Leistungsklassen.

d. Der Bogen ist entweder ein aus einem Stück gefertigter Holzbogen oder einKompositbogen.

e. Eine Pfeilauflage oder ein Pfeilbett sowie eine Ausnehmung in der Art eines Visierfensters sind zulässig, sofern sie dem historischen Vorbild entsprechen.

f. Als Bogenmaterial kommen Holz und andere Materialien in Frage, die zu der Zeit verwendet wurden, in welcher der betreffende Bogentyp in Gebrauch stand. Moderne Materialen wie Kohlefaser, Glasfaser oder Epoxy dürfen nicht verwendet werden. Der Gebrauch von historischen Klebstoffen wie Knochenleim oder geschmolzenem Baumharz ist nicht zulässig; für das Mittelstück und die Wurfarme dürfen nur moderne Klebstoffe verwendet werden. Als Sehnenmaterial ist Polyester vorgeschrieben. Historisches Material (wie Flachs oder Sehnen) und moderne Fasern (z.B. Kevlar) sind nicht zulässig.

g. Die Pfeile müssen aus Holz sein, befiedert mit Naturfedern, und gleiche Befiederung und Spitzen aufweisen; die Farbe ist unerheblich. Sie dürfen keine Markierungen oder Flecken aufweisen, die als Zielhilfe dienen können und am Anfang eines Bewerbes nicht mehr als 25mm Längenunterschied aufweisen. Moderne Pfeilspitzen und moderne Nocken sind erlaubt. In den Schaft eingeschnittene Nocken sind nur erlaubt, wenn sie auf geeignete Weise verstärkt sind.

h. Zubehör wie geflochtene Nockpunktmarken oder Daumenringe sind erlaubt, sofern sie auch in der entsprechenden historischen Periode verwendet wurden.

i. Es obliegt dem Schützen, dafür zu sorgen, dass seine Ausrüstung im Wettkampf historisch korrekt ist. Auf Verlangen der Technischen Kontrolle eines Wettkampfs hat er das mit geeigneten Unterlagen nachzuweisen.

 

9. Traditioneller Recurvebogen (TR)

a. Ein aus Holz gefertigter Recurvebogen, entweder in einem Stück oder zerlegbar in zwei oder mehr Teile.

b. Das Griffstück des Bogens besteht hauptsächlich aus Holz, das mit Glasfaser- oder Carbonfaser-verstärktem Kunststoff oder ähnlichem Material verleimt sein kann.

c. Die Wurfarme bestehen aus einem Holzkern, der außen mit Glasfaser oder Carbonfaser oder ähnlichem laminiert sein kann.

d. Der Pfeil kann auf ein Pfeilbett oder auf die Hand aufgelegt werden. Das Pfeilbett kann als Schutz gegen Abnützung ein dünnes Stück Leder oder Filz (am Griffstück) und ein Stück Filz o.dgl. als Pfeilauflage aufweisen.

e. Das Griffstück muss frei sein von Markierungen oder Flecken, welche zum Zielen verwendet werden könnten.

f. Zusatzeinrichtungen zum Zwecke der Stabilisierung, Nivellierung, Verminderung der Zugstärke, des Zielens und der Auszugkontrolle sind nicht erlaubt.

g. Eine Pfeilauflage, einstellbar oder nicht, ist nicht zulässig.

h. Es ist der mediterrane Abschuss vorgeschrieben. Ein Fingerschutz oder ein Handschuhist erlaubt.A

i. „Face walking“ ist nicht erlaubt.

j. Es ist nur ein (1) Nockpunkt an der Sehne erlaubt, welcher durch ein oder zweiNockpunktringe markiert sein kann. Kugelnocken sind erlaubt.

k. Die Pfeile können aus beliebigem Material sein, befiedert mit Naturfedern und ähnlichbzgl. Material, Länge, Gewicht, Spine, Dicke und Nocken. Die Farbe undabnützungsbedingte Unterschiede sind unerheblich.

l. Wurfarmdämpfer, Sehnengeräuschdämpfer und „brush buttons“ sind zulässig, sofernsie mindestens 30,5 cm Abstand vom Nockpunkt haben.

m. Zugelassen ist ein Bogenköcher, der am Bogen gegenüber dem Schussfenster soangebracht ist, dass kein Teil davon im Schussfenster zu sehen ist. In diesem Falle dürfen während des Wettkampfs ausschließlich Pfeile aus dem Bogenköcher verwendet werden.

>>> LINK zum offiziellen Regelwerk „IFAA RULES“ beim ÖBSV<<<